Freitag, 31. August 2012

Mais!

Ich bin auf den Mais gekommen. Schmeckt mir, bin seit Kindheit (Cornflakes) drauf "geeicht". Cornflakes, Gemüsemais aus dem Glas, Maiswaffeln.

Laut Blutgruppendiät kann er einige Typen fett machen (auch die 0; ist bei mir allerdings nie passiert). Laut Ayurveda fördern Mais und Hirse gerade das Vata-Dosha, also die Leichtigkeit.

Und bzgl. Butter gibt es auch so gegenteilige Thesen: Einerseits fördert Butter durch CLA die Fettverbrennung (was natürlich nicht zwangsläufig mit Fettabbau gleichzusetzen ist!), andererseits bildet Butter laut Ayurveda direkt Fettgewebe und fördert damit das Kapha-Dosha. Und laut verschiedenen low-carb-Diäten nimmt man mit viel Fett eh viel besser ab...

Ich merke wieder mal: Gottgemachte Gesetze (und der Ayurveda kommt genaugenommen von Gott) sind letztlich das, was offenbar stimmt - und menschengemachte Theorien stimmen nur unter bestimmten Bedingungen wie z.B. Vorschädigungen wie z.B. Prädiabetes, d.h. jeder Insulinstoß + KH macht den Patienten übermäßig fett, allein nur durch die Hormonlage.

Allerdings muss ich zugeben, dass es doch einige Verdauungsstörungen gab. Womit die genau zusammenhängen, weiß ich noch nicht. Nun sind Cornflakes mit (Reis-)Milch ja nicht gerade ayurvedisch, sprich, nicht gewürzt und im Grunde auch zu kalt, erst recht für ein schwaches Agni.  Andererseits könnte es sein, dass ich zu wenig Salz (eine gute Verdauungskraft hängt u.a. sehr mit der Salzaufnahme zusammen!) aufgenommen habe. Oder ich kann die Stärke in dieser Menge noch nicht verdauen. Oder, oder, oder.

Bzgl. der Fruktosemenge merke ich, dass ich mich doch erheblich einschränken muss, zumindest am Anfang, wenn ich will, dass die Verdauung richtig gut ist. Da sind schon 10 g Gummibärchen und etwas Honig zu viel, hmpf.

Ansonsten merke ich, dass eine "Alleskost", wie ich schon lange immer selbst gesagt habe, schwierig bis gar nicht wirklich verträglich ist, was insbesondere Fleisch und Getreide bzw. Stärke betrifft. Um diese Sachen, selbst wenn trennkostmäßig gegessen, gut und "rückstandslos" zu verdauen, braucht es ein starkes Agni.

Sobald ich also wieder gewechselt habe zu Stärkekost, bin ich fast schon automatisch vegetarisch und habe nicht mal mehr richtigen Appetit auf Eier. Es ist vom Gefühl einfach so "...hmm, lieber nicht, nicht jetzt.".

Noch etwas habe ich gemerkt: Weizen macht müde. Bleiern müde. Entweder ist es der Weizen selbst, oder die Kombi mit Käse, oder dass es beides zusammen schwerstverdaulich ist. Vielleicht war es auch die Menge. Esse ich Hirse oder Cornflakes, habe ich diesen Effekt absolut gar nicht. Nun, ich musste es jedenfalls ausprobieren, und über 4,5 Jahre komplett pizzafrei sind für einen absoluten Pizzafan irgendwann einfach genug! Aber ich kann auch weiterhin ohne leben, oder vielleicht mit einer oder zwei Pizzen im Monat.

Ich hatte es im Post "Satt" ja bereits geschrieben; ich bin jetzt auch viel weniger hungrig, benötige weniger Kalorien und die Sättigung hält auch länger als mit LCHF. Kein Dogma ohne Ausnahme! Ich bin der lebende Beweise, dass jeder theoretische Kram, den ich auch oft nur zu gerne glaube, genau bei mir nicht hinhaut. Mit lc oder auch LCHF habe ich eher zugenommen.

Aber davon abgesehen ist es auch so, dass sehr übergewichtige Menschen ganz oft ein Insulinproblem haben, d.h. Kohlenhydrate machen hier schon per se dick. UND, ganz wichtig, soweit ich weiß, nehmen sehr Übergewichtige auch nicht auf ein Maß ab, das mir vorschwebt. Ich würde mich nie mit 70 kg oder einer Restschwarte wohlfühlen können...! Das sind einfach andere Relationen. 
Für meinen Geschmack muss man zumindest Muskelansätze sehen können. Und ja, die sollten bitte deutlich vorhanden sein. Nur dünn ist unproportional und sieht bescheuert aus, finde ich.

In jedem Falle sind auch meine Beine glatter geworden. Cellulite hat natürlich nicht allein was mit Bindegewebeschwäche zu tun - die kann ich weniger haben, da ich auch gerade die fürs Bindegewebe "zuständigen" Aminosäuren noch extra zu mir nehme (Glycin und Prolin) und auch - nun mit Hirse, vorher mit Silicea-Gel - auf die Silicium-Zufuhr achte, sowie Vitamin C nehme.
Nein, es wird schon etwas dran sein, dass die Fettzellen durch das Bindegewebe drücken. Und: Das Fett, das man isst, ist das Fett, das man am Körper trägs! Gewissermaßen. Keinesfalls absolut.

Ich jage weiter dem idealen Makronährstoffverhältnis aus den besten Nährstoffquellen hinterher und ich bin ganz sicher nah dran ;)

Ich merke, dass unter 100 g Fett doch zu wenig für mich sind - ich bin dann nicht zufrieden und mehr KH können mir diese Zufriedenheit nicht geben. Ich mache das ideale Makronährstoffverhältnis in erster Linie an einer Essensmenge fest, die für mein Empfinden gering ist, und mich zugleich satt und so zufrieden macht, dass ich weder vom Bauch, noch vom Kopf Appetit auf weiteres Essen habe, auch Süßigkeiten. 

Gerade durch die von den Grundtendenzen süßen Nahrungsmittel wie Hirse, Reis(-drink), Mais, habe ich ein viel geringeres Bedürfnis nach Schokolade oder anderem Süßen. Das zeigt mir, dass diese Dinge also gut geeignet für mich zu sein scheinen. Was bringt mir eine Fett-Eiweiß-Kost, bei der ich letztlich nur modifizierte, mit Süßstoff aufgepeppte Leckereien essen kann und so das Körpergefühl verschaukel...?! Und dadurch dann Appetit ohne Ende schiebe... nein, das kann nicht richtig sein!

Mit der Nahrungsmittelauswahl bin ich soweit also sehr zufrieden, vor allem mit dem Hirsebrei. Dass ich weiterhin Cornflakes und Maiswaffeln in einem hohen Maß essen werde, glaube ich nicht. Denn:

1. Je höher ein Kohlenhydrat erhitzt wird, desto mehr dextriert es und lockt Insulin. 
2. Acrylamid-Alarm.

Ich werde mit dem Hirsebrei sehr zufrieden und brauche nichts mehr. Nach Cornflakes bleibt ein Gefühl von "was jetzt noch essen".

Und ich muss noch den Bogen zu genug Eiweiß schlagen. Also etwas öfter Rührei, Omeletts. 
Mungbohnen habe ich letztens ausprobiert, aber glaube nicht so gut vertragen. Vielleicht reicht das Agni dafür einfach noch nicht. Witzig ist, dass ich mit den schweren Dingen (Fett, Eiweiß) null Probleme habe, sie zu verdauen, und mit KH schon. 


Montag, 27. August 2012

Mehr Ayurveda

Ich stöbere derzeit wieder ein wenig in einem meiner schönen Ayurveda-Bücher und wende für mich wieder mehr Ayurveda an. 

Ich trinke morgens meist einen Yogitee/Chai mit etwas Sahne, später am Tag trinke ich Buttermilch mit Yogitee (also Gewürzen), mittags esse ich momentan (im Sommer) meist noch Salat mit tierischem Eiweiß wie Fisch oder 2 Eiern, nachmittags bzw. abends esse ich Cornflakes mit Reisdrink, dazu oder danach warmen Hirsebrei mit Reisdrink, Kürbiskernen und Gewürzen, danach meist noch Hirse mit Erbsen, Möhre und Gewürzen. 

Mein "Milchgewürz" mische ich selbst (dieses nehme ich für süße Speisen wie den Hirsebrei): 
Kurkuma, Kardamom, Zimt (in etwa gleichen und großen Teilen), Ingwer, Nelken, Koriander, schwarzer Pfeffer, Chili, Vanille (alle Gewürze getrocknet und gemahlen). Probiert es doch auch mal.

Eine Masala für herzhafte Speisen besteht bei mir meist aus schwarzen Senfsamen, Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer (frisch oder gemahlen und getrocknet), Nelken, Asafötida. Schwarzen Pfeffer und Kurkuma füge ich danach hinzu.

Der Ayurveda sagt, eine lacto-vegetarische Kost sei allgemein die gesündeste Ernährungsform. Dies allerdings nur unter Vorbehalt von gesunden Milchprodukten! Gesund heißt, weder homogenisiert, noch sonstwie ultrahocherhitzt und schon gar nicht von tierunwürdig gehaltenen Tieren (womöglich noch mit Medikamenten behandelt und/oder mit Getreide gefüttert obwohl es sich bei Kühen um Herbivoren handelt), womit natürlich zumindest der ganze konventionelle Teil Milchprodukte wegfällt. 

Es ist weitaus gesünder, falsche Kombinationen wegzulassen (z.B. Fleisch mit Getreide, verschiedene tierische Eiweiße untereinander), die mit so einer Kostform automatisch wegfallen, als einfach ALLES zu essen. Das ist der Grund dafür, dass viele Leute sich auch mit anderen Ausschlussdiäten eine gewisse Zeit besser fühlen, bis es evtl. zu einem Mangel an essentiellen Stoffen kommt. In dem Moment kippt die Situation und es geht ihnen dann wieder besser, wenn sie weggelassene Nahrungsmittel wieder aufnehmen.


Ein gute Beispiel für eine Ausschlussdiät, mit denen es gerade anfangs vielen besser geht, ist 100%ige Rohkost. Reine Rohkost wird im Ayurveda überhaupt nicht dauerhaft empfohlen, da das Agni nicht darauf ausgelegt ist. Im Ayurveda geht es um die Verdaulichkeit von Speisen. Werden Speisen vollkommen verdaut, entsteht Ojas, das subtilste Endprodukt vom Essen, das Lebenskraft, -freude und Schönheit schenkt. 

Durch "Alleskost", die regulär sehr falsch aufgrund von schlichtem Unwissen kombiniert wird, entsteht, Ama, toxische Endprodukte, die den Körper belasten, ihn vorzeitig altern und ggf. auch krank werden lassen.

Reine Rohkost kann für eine Zeit helfen, altes angesammeltes Ama zu beseitigen. Rohkost fördert das Vata-Dosha, d.h., auch übermäßiges Kapha (z.B. durch typgemäß falsche Kost oder auch Ama) kann den Körper verlassen - man fühlt sich leichter. Zudem werden falsche Kombinationen deutlich verringert und es kommt weniger neues Ama dazu.

Nun verstopft Ama nicht nur die Srotas, die feinen Energiekanäle, sondern schwächt auch Agni, das Verdauungsfeuer. Ein starkes Agni ist der Schlüssel zu einem langen, gesunden Leben. Agni = Lebenskraft.
Eine häufige Folge ist, dass einige Nahrungsmittel nicht mehr vertragen werden, sich Allergien oder Verdauungsstörungen entwickeln. Leider kann reine Rohkost ebenfalls das Agni schwächen, besonders bei Typen, bei denen das Vata-Dosha von Natur aus präsent ist. Diese Menschen benötigen eher warme, nährende Speisen um gesund zu bleiben. Eine erzwungene Rohkost kann gesundheitlichen Schaden anrichten. 

Ein individuell passendes Ayurveda-Menü oder eine Mahlzeit schmeckt vorzüglich und danach fühlt man sich energiegeladen und besser als zuvor. Fühlt man sich nach einer Mahlzeit träge, müde oder schlechter als vorher, so war dieses Essen nicht das richtige - egal als wie gesund es nach welcher Auffassung auch immer gelten mag.

Es gibt nicht DIE Ayurveda-Ernährung. Die Speisen werden ganz individuell abgestimmt, so dass sie eben gesund und wohlschmeckend für den Esser sind, und dafür ist die höchste Priorität, dass eine gute Verdaulichkeit gegeben ist. Unverdaute Speisen erzeugen unweigerlich Ama, welches den Körper belastet und die Lebenskraft schwächt. Warme und gekochte Speisen sind generell besser verdaulich als Rohkost, da sie das Agni entlasten.


Im Ayurveda wird also insbesondere die Wirkung auf die individuellen Doshas beachtet sowie die Verdaulichkeit und die Zusammenstellung/Kombination der Speisen. Außerdem noch einiges mehr: Haltung, Tageszeit, Gemütszustand, Jahreszeit, evtl. Wirkung auf Doshastörungen. 
Moderne Betrachtungsweisen wie Kalorienzählen, Vitamingehalte, Fette etc. finden keinerlei Beachtung. 

Die Juwelen des Ayurveda sind die Gewürze. Sie werden individuell nach Dosha ausgewählt und in der Menge intuitiv angewandt. Die richtige Reihenfolge beim Erstellen der Masala ist wichtig: Ganze Samenkörner wie z.B. schwarze Senfsamen und Kreuzkümmel kommen vor pulverisierten Gewürzen ins heiße Ghee; Kurkuma kommt gar nicht ins Ghee, sondern direkt ans Gemüse. 

Reis gilt als "Leinwand" eines guten Essens. Er schmeckt subtil und gehört zu einem guten Ayurveda-Menü dazu. Reis ist imstande, die feinere Spiritualität zu fördern. Man sollten guten Basmatireis (König der Reissorten) auswählen. Vollkornreis ist schwerstverdaulich und nur empfehlenswert für Menschen mit sehr starkem Agni. Guter Reis sollte mind. ein Jahr lang gelagert werden vor Verzehr, besser einige Jahre.

Im Ayurveda wird mit frischen Lebensmitteln (möglichst aus Bio-Anbau bzw. vergleichbarer Qualität) gekocht. Gefrorenes ist ebenso wie Aufgewärmtes zu meiden. Gekochtes Essen sollte spätestens 6 Stunden später gegessen werden.

Milchproduke gelten als höchst aufbauend und stärkend, außerdem verbessert Ghee z.B. die Aufnahme anderer Nährstoffe und verbessert den Geschmack jeglicher Speisen. Milchprodukte sind im Yoga nötig, um ein spirituelles Verständnis zu entwickeln.
Joghurt allerdings sollte bei bestehendem Ama gemieden werden. 
Milch selbst ist schwerverdaulich und mit anderer Nahrung absolut unverträglich. Sie sollte daher stets warm (verbessert die Verdaulichkeit) und für sich (evtl. mit einigen Gewürzen) getrunken werden.

Fleisch wird nicht empfohlen (noch weniger als Eier und Fisch), kann aber angeblich bei bestimmten Krankheitszuständen von Vorteil sein. Das Töten und Essen von Tieren stünde im Gegensatz zum höherentwickelten Verstand des Menschen. 
Und wie schon weiter oben erwähnt, verträgt sich Fleisch weder mit anderen tierischen Eiweißen, noch mit stärkehaltiger Nahrung, was ebenso für Fisch und Eier gilt. 



Mittwoch, 22. August 2012

Vor- und Nachteile von low fat/low carb

70 Leser - ich freue mich. Leider kann ich wegen diesem Bloggerproblem, was schon lange besteht, nirgends die Leser sehen und daher auch persönlich niemanden begrüßen... :/
Wie auch immer - macht es euch gemütlich und lasst gerne mal Kommentare da.

Ich bin jetzt also in der Umstellung zu low fat.

Low fat Vorteile: 
  • größeres Essensvolumen -> mehr Füllung
  • allgemein meist kostengünstiger 
  • man hält Hitze besser aus 
  • mehr Schnellkraft 
  • man schläft besser ein mit KH 
  • man kann eher vegetarisch orientiert essen 
  • Kombucha ist besser integrierbar 
  • man kann eher "wo mitessen" 

Nachteile: 
  • Blutzucker schwankt mehrmals am Tag 
  • Essenspausen von einigen Stunden zwischen den Mahlzeiten sollten eingehalten werden damit der Blutzucker sich wieder normalisieren kann 
  • Fettverbrennung eher herabgesetzt 
  • mehr Omega-6-Fette
  • Wasserhaushalt ist an die KH gebunden; man schwitzt mehr beim Sport und muss allgemein mehr trinken
  • man friert leichter bei Kälte
  • kein Hulk-Effekt 
  • mehr Schmerzempfinden 
  • schlechtere Ausdauer 
  • weniger Kraft 
  • weniger Muskelmasse
  • weniger Aufnahme der Vitamine A, D, E über die Nahrung 
  • schneller auf Mahlzeiten bei Hunger angewiesen  

Auch wenn hier zumindest in meiner spontanen Aufzählung ganz offenbar die Nachteile überwiegen, so wiegen momentan die Vorteile für mich mehr; außerdem kenn ich LC ja nun gut genug um auch zu wissen, dass ich an Kohlenhydrate doch nicht allzu schlecht angepasst bin.


Lange Rede, kurzer Sinn - hier mein Tagesplan von heute:

  • 1 Becher Chai: schwarzer Tee, Yogitee, Schlagsahne 31 g, Reisdrink 168 g, Traubenzucker 3 g, Rebaudiosid A 

Trampolin 10 Min., laufen 4,9 km in 26 Min.


  • Wasser 

  • Buttermilch 300 g 
  • Grapefruitsaft 80 g 
  • Traubenzucker 4 g 
  • Vit. C ca. 0,5 g 
  • Histidin 1 g 
  • Glutamin 5 g 
  • Lysin 1 g 
  • Methionin 1 g 
  • Glycin ca. 2,5 g 
  • Kaliumcitrat 4 g 
  • Calciumcitrat 4 g 

  • Rührei aus 2 Eiern 
  • mit Sushi-Reis 50 g 
  • mit Gurke 72 g
  • Cherrytomaten 26 g
  • Nori ca. 1 g 


  • 1 Kaktusfeige 93 g 
  • Gummibären 15 g 


  • Cornflakes 91 g 
  • Reisdrink 250 g
  • Honig ca. 8 g 
  • Traubenzucker 4 g 


  • gekochte Hirse ca. 50 g 
  • Reisdrink 194 g
  • Milchgewürz (selbstgemischt)
  • Kürbiskerne + Mariendistelfrüchte ca. 10 g
  • 2 Kapseln Arginin 
  • 1 Kapsel Mg + K + B-Komplex + Folsäure + Q10
  • Vit. C ca. 0,5 g 
  • 5 Chlorella 2,5 g 

  • Schokolade 8 g 

  • Chai wie oben, mit Schlagsahne 18 g und Reisdrink 72 g


  • gekochte Hirse ca. 30 g 
  • Erbsen TK 84 g 
  • 1 Möhre 50 g 
  • Ghee ca. 3 g 
  • Gewürze 
  • 10 g Spirulina 


Kcal 2223 
EW 76 g 
KH 332 g 
Fett 65 g 


Nur 2223 Kalorien, kaum zu glauben angesichts der gefühlten Menge. 

Wie ihr seht, habe ich einige Milchprodukte wieder integriert. Ich möchte den Chai den ich heute erstmals selbst so zusammengestellt und ausprobiert habe, als Pre-Trainingsdrink nehmen. Er macht wach und heizt gut an, nicht zuletzt auch wegen der schnell verfügbaren, gesättigten Fette der Sahne. Natürlich auch wegen des Koffeins, dafür sollte man den schwarzen Tee dann nur kurz ziehen lassen und recht stark kochen.

Buttermilch soll laut Ayurveda (momentan) das Richtige für mich sein, und bei der Hitze senkt sie sehr schnell und effektiv die Körpertemperatur. Grapefruitsaft schmeckt leider ein klitzekleines bisschen bitter darin, aber Blutorangensaft habe ich heute leider nirgends bekommen. Edeka hatte nur so einen Nektarkram aus Konzentrat, nee danke. Blutorangensaft in BuMi ist der Hammer. Aber frisch gepresste (normale) Orangen sind auch spitze. Leider ist gerade keine Orangenzeit... 
Prinzipiell lassen sich Fruchtsäfte aber super mit BuMi mischen, da sie selbst bei Säure nicht ausflockt wie normale Milch. 

Falls sich jemand fragt, warum ich auch Traubenzucker zum Süßen nehme: Der ist dafür da, dass er mir das Glukose-Fruktose-Verhältnis zugunsten der Glukose verschiebt. Ich bin whs. von Fruktoseintoleranz betroffen, aber momentan ist es mir echt zu blöd, so eine richtige Auslassdiät zu machen. Dann wäre nix mit Möhren, Tomaten, Grapefruitsaft, Honig, Schokolade, Gummibären. Allerdings ist dies schon eine Vorauswahl und richtige Fruktose-Bomben oder Mengen sind nicht dabei. Selbst die Gummibären haben einen Glukoseüberschuss.

Also erstmal sehen, wie es sich jetzt verhält, und dann kann ich immer noch schauen, welches die individuell verträgliche Menge Fruktose für mich ist.

Heute habe ich bei Edeka Kaktusfeigen zu 0,39 das Stück entdeckt und da musste ich natürlich zuschlagen, schließlich ist das die einzige Frucht, die quasi fruktoseFREI ist! ...außerdem eine meiner Lieblingsfrüchte - Zufall? 

Dienstag, 21. August 2012

Immer am Schlingern: Low carb oder low fat?

Es ist so schwierig. Ich muss einsehen: Je mehr ich weiß, desto weniger weiß ich. Es ist unglaublich schwer, mehrere "Ernährungslehren" miteinander richtig zu verbinden. So viele Faktoren spielen mit rein; vielleicht sogar welche, die wir noch nicht kennen.

In meinem Fall dreht es sich hauptsächlich Ayurveda und low carb. Blutgruppendiät und Paleo lass ich jetzt der Einfachheit mal außen vor...

Momentan fühle ich mich (wohl auch aufgrund der Hitze) gar nicht mal so gut und habe daher schon seit letzten Donnerstag fast keinen Sport gemacht. Und dabei bin ich kein Pitta-Typ, der mit Hitze grundsätzlich Probleme hätte, im Gegenteil. Aufgrund von (momentan noch hauptsächlich) LC schwitze ich zwar kaum, mir ist aber trotzdem heiß. Außerdem finde ich, dass ich momentan viel zu viel wiege, und das, obwohl ich kalorisch eigentlich nicht großartig im Überschuss sein dürfte, hmpf. Andere LCler quengeln auch deutlich stärker über die Hitze als "Normalköstler"... (Hallo Sudda ;))

Ich kann mich auch als ich vor ca. einem halben Jahr high carb und eher low fat aß (viele Datteln, Bananen und Obst allgemein - sehr schnell war ich auf 62 kg runter) nicht daran erinnern, dass ich dabei spürbare Symptome einer Fruktoseintoleranz gehabt hätte. Gerade Datteln haben zwar viel Glukose, aber auch irrsinnig viel Fruktose, und dazu noch Sorbit, welche die Fruktosemalabsorption nochmal verstärkt. Langsam nervts einfach nur noch. Warum hatte ich, bevor ich zu wissen glaubte, dass es nun eine Fruktoseintoleranz ist, weniger Symptome als jetzt? Weil ich Milch und Weizen aß (tat ich ja zu besagter Zeit nicht mal)? Diese haben aufgrund der opiatähnlichen Stoffe eine sedierende Wirkung auf den Darm...
Oder hab ich einfach nur vergessen wie es ganz früher war? Möglich.

Der Ayurveda jedenfalls "kennt" weder die Low-Carb-, noch die Paleo-Idee und empfiehlt mir eher u.a. Möhren, Erbsen, Hirse, Reis, Weizen, einige Milchprodukte. Ayurveda ist lacto-vegetarisch orientiert und zum Abnehmen geht hier die Tendenz eindeutig Richtung fettarm. Butter und Mandeln vermehren das Kapha-Dosha noch (welches im Übermaß vorhanden ist bei Fettleibigkeit). Meine Schwester hatte die Nase voll davon, ständig als zu dünn bezeichnet zu werden (knapp unter 50 kg auf 1,70 m) und fragte mich, was sie denn tun könne - ich riet ihr, mehr Butter und auch Eier zu essen und sie hatte die ersehnten 50 kg schnell erreicht... haha. Und ich lerne mal wieder nichts daraus...

Meine Erfahrung der vergangenen Jahre ist immerhin, dass ich "normal carb" nicht dick geworden bin, dass ich aber massiv Kraft, Ausdauer und auch Magermasse (ja, und etwas Fett sicher auch) zugelegt habe, als ich anfing, erstmals paleo (stärkefrei und bis auf Feta milchproduktfrei) zu essen. Dabei habe ich weder explizit kh-arm noch fettreich gegessen. Insgesamt viel Rohkost und so einiges an Fleisch/Fisch und Cashews und Gojibeeren (beide in Rohkostqualität). Dazu richtig viel Sport, allerdings kein laufen.

Wieder vegetarisch, habe ich erstmal ausgiebig vedisch gekocht. Vedisch heißt nicht ayurvedisch; genaugenommen besteht ein himmelweiter Unterschied, denn ayurvedisch bedeutet auf die individuelle Konstitution abgestimmt sowie intuitiv gewürzt - ayurvedisch ist gesund; es wird im Ayurveda nicht frittiert und es wird auch kein Paneer gegessen. 

Vedisch bedeutet einfach wohlschmeckend, relativ sattvig (lacto-vegetarisch) und für Krishna. Grundlage ist dieses Werk, das ich auch mal abgeschrieben habe (will es mir ja nicht in der Küche versauen).
Ich war einige Zeit die Königin des Frittierens (ich weiß eben, was schmeckt ;)), habe also auch nicht sonderlich fettarm gegessen dabei. Dann gibt es ja noch so Schweinereien wie Laddu und Halava - klassische Fett-Zucker-Kombis, die jeden normalen Menschen zunehmen lassen und so gut schmecken, dass man unmöglich wenig davon essen kann. Und ich war trotzdem schlanker als mit Paleo... ob man das nur auf weniger Muskelmasse schieben kann? Schwer zu sagen.

Die Nachteile von high carb liegen vor allem für mich in der Sucht, die durch einen ungleichmäßigen Blutzucker ausgelöst wird. Außerdem kann ich low carb mehr leisten, ich fühle mich in der Anstrengung wohl und es kam schon einige (wenige) Male zum Hulk-Effekt, der einfach eine absolut geile Erfahrung ist. Kann man mit KH natürlich vollkommen vergessen... 

Dann gibt es aus Rohkostkreisen noch Theorien, dass mehr Zucker/KH in der Ernährung mehr Omega-6-Fettsäuren in die Zellen bringt und damit quasi ein schlechteres Verhältnis von O6 zu O3 entsteht... 

Mir selbst fällt es oft schwer, kohlenhydratbetont längere Essenspausen zu machen, die aber unbedingt nötig sind, damit der Körper sich vom Blutzucker wieder normalisiert und auch noch etwas Fett verbrennen kann. Genau dieser Zusammenhang ist dafür verantwortlich, dass ein Teil der Menschen übermäßig mit einer kohlenhydratbasierten Ernährung zunimmt. Die Crux an den KH ist, dass die Hormonlage im Körper gänzlich anders ist als low carb. Hierbei spielen Insulin und Glucagon die Hauptrollen.

Ich habe also 2 Möglichkeiten: ketogen oder high carb low fat. 

Ich denke, ich werde es doch erst mit KH versuchen. KH, das heißt für mich vor allem gekochte Hirse, und da Mais für mich im Ayurveda empfohlen wird, gerne mal ein Schüsselchen Cornflakes. Ich bleibe allerdings bei der Reismilch, da kalte Kuhmilch verschleimend auf mich wirkte. 
Falls das zu wenig Auswahl (an hauptsächlichen KH; ich esse schon noch mehr) ist, habe ich noch weißen Reis und Süßkartoffeln zu bieten. 

Reiswaffeln und Hafer (beide sind Vollkorn) werde ich erstmal nicht wieder probieren. Weizen und Kartoffeln möchte ich nicht essen. Aber brauche ich auch nicht, die Hirse schmeckt sehr gut. Sie erhöht das Vata-Dosha laut Ayurveda. Sie gilt im übrigen als einziges Getreide, das angeblich basisch wirkt, also mehr Mineralien (und davon vor allem Silicium, das so wichtig für ein gutes Bindegewebe, aber auch das Immunsystem ist) liefert als verbraucht. 

Donnerstag, 16. August 2012

Satt

Heute noch ein Tagesplan Training + Ernährung für euch. 

Es ist befreiend zu erwähnen, wie satt ich bin! Sport hat einen starken Sättigungseffekt auf mich, oder sollte ich besser sagen, eine fressuchtlindernde Wirkung..?! 

Gut, ich bin mir gerade noch nicht sicher ob ich später noch etwas essen werde, aber ich bin für heute bei 2261 und etwa 1200 Kcal (berechnetem) Verbrauch, was ein Defizit von 1127 Kcal auf die Netto-Kalorien erzeugt. 

Training war heute wieder super! Bin zufrieden. Muss allerdings sagen, dass ich leichten MK im Oberschenkel habe und daher nur einen Satz Übungen im Workout heute morgen absolviert habe. 

  • 1 Glas Wasser + Schindeles Mineralien ca. 3 g 

10 Min. Trampolin

2 x 6 Sonnengrüße
Handstände, Brücke, Schulterstand
20 Jump Lunges
20 Push ups auf Knien
15 KB-Swings
(ca. 12 Min.)


9:15 Uhr: 
4,9 km laufen GA1 in 26:33 (11,08 km/h AVS) 

  • Grapefruitsaft 37 g 
  • etwas Wasser 
  • Vit. C ca. 0.3 g 
  • Aminosäuren: Histidin 1 g, Glutamin 10 g, Lysin 2 g, Methionin 1 g, Glycin 2 g, Taurin 1 g 
  • Kaliumcitrat 2 g 
  • Calciumcitrat 2 g 
  • 1 Kapsel D3 5000 IU
  • 1 Kapsel Mg + K + B-Komplex + Folsäure + Q10 
  • 1 Tab B6 50 mg 

  • Omeletts aus 2 Eiern 
  • Schwartau Extra Erdbeer-Blutorange 20 g 
  • Traubenzucker 2 g 
  • Kokosöl zum Braten ca. 8 g 
  • LC-Schokokuchen 83 g 
  • Salat aus: 
  • Salatherz 110 g 
  • 1/2 Avocado 110 g 
  • 2 Tomaten 50 g
  • Gurke 100 g 
  • Feta 95 g
  • Dressing: Senf, Kombucha, Thymian, Salz, Pfeffer, Sukrin, Traubenzucker, Olivenöl 10 g 

  • 2 Stück Paleo-Marzipan 40 g 
  • Reisdrink 66 g 
 
  • 2 Gläser Grüntee Sencha 


14:30 Uhr: 
Lauftraining: Wechseltempo-Intervalle:
nach einlaufen, Lauf-ABC, dehnen, 10 x 288/387 m (ca. 1:05/3:00 Min.)
gesamt ca. 9,9 km, ca. 90 Min.

  • Wasser ca. 800 ml

  • Rindfleisch ca. 50 g (aus Gemüsesuppe zusammengeklaubt) 
  • LC-Schokokuchen 84 g 
  • Reisdrink 179 g 

  • Rührei aus 
  • 2 Eiern 
  • Ghee ca. 5 g
  • 2 Tomaten 54 g
  • Gurke 45 g
  • 2/3 Nori-Blatt 
  • Chili, Pfeffer, Steinsalz 
  • Kürbiskerne + Mariendistelfrüchte ca. 5 g  

  • Spirulina 10 g 
  • 1 Vitalstoffe Langzeitkapsel 
  • Vit. C ca. 0.3 g 
  • 7 Bierhefe-Tabs ca. 2 g 
  
  • 1 Stück Paleo-Marzipan 15 g  
  • 1 Stück Eiskonfekt 20 g
  • 2 Gläser Grüntee Sencha 

Kcal 2261 
EW 119 g 
KH 73 g 
Fett 165 g 


Das Training war super, ich hab mich sehr gut gefühlt. Ich konnte die Intervalle sehr konstant laufen und obwohl ich ca. 1/2 Jahr kaum Tempotraining gemacht habe, bin ich nicht leistungsschwächer geworden. Die Jump Lunges bringens halt total. Jetzt noch täglich Atemübungen...


Mittwoch, 15. August 2012

Essen und Sport heute - Tagesübersicht

Heute gibt es mal wieder eine Tagesübersicht, wie es bei mir genauer abläuft mit Sport und Essen. Leider kann ich zu den Mahlzeiten keine Uhrzeiten nennen, da ich sie erstens nicht weiß und zweitens da sehr flexibel bin. Ich wache/stehe aber etwa um 7:15 (8:15 SZ) auf.


10 Min. Trampolin

3 x 4 Sonnengrüße
3 Handstände
3 x 20 Jump Lunges
3 x 15 KB-Swings (12 kg)
3 x 20 Push ups auf Knien
3 x 10 Squats
2 x Schulterstand
(ca. 18 Min.)

  • 1 Glas Wasser mit Schindeles Mineralien ca. 4 g

Direkt im Anschluss laufen GA1: 7,9 km in 45:33 (10,4 km/h AVS). War schon viel zu heiß.

  • Aminosäuren: Glutamin 10 g, Prolin 0,5 g, Glycin 2,5 g, Methionin 1 g, Lysin 2 g, Taurin 1,5 g, Histidin 1 g 
  • Vit. C 1 g, Kaliumcitrat 6 g, Calciumcitrat 5 g, Traubenzucker 1 g 
  • 1 Kapsel Mg + K + B-Komplex + Folsäure + Q10 
  • 1 Kapsel D3 (5000 IU)
  • Grapefruitsaft 45 g und Wasser 

  • 2 Omeletts aus 2 Eiern 
  • Kokosöl zum Braten ca. 10 g 
  • Schwartau Extra Erdbeere-Blutorange ca. 22 g 
  • Traubenzucker ca. 2 g 
  • 1 Kugel Paleo-Marzipan 20 g 
  • 2 Stück Eiskonfekt ca. 28 g 

  • 1 Glas Wasser 
  • ca. 1 g Tri-Magnesiumdicitrat 
  • 1 Glas Pfefferminztee 


  • Salat aus: 
  • Räucherlachs 102 g 
  • Salatherz 100 g 
  • Paprika 25 g
  • Gurke 91 g
  • Tomate 30 g
  • Kürbiskerne + Mariendistelfrüchte 10 g
  • 1/2 Avocado 96 g 
  • Dressing: Senf, Kombucha, Thymian, Salz, Pfeffer, Sukrin, Traubenzucker, Olivenöl 10 g 

  • grüner Tee Sencha ca. 1 l 
  • Paleo-Marzipan 30 g 

Jetzt bäckt noch ein LC-Schokokuchen im Ofen. Mit dem Rest gehts dann später weiter.

Der Kuchen ist super geworden! *schmatz*
Daher gab es auch gleich 3 noch warme Stücke am Nachmittag.

  • LC-Schokokuchen 128 g 

  • 1 Scheibe Emmentaler 36 g 
  • + Butter 6 g 
  • Wasser 

radfahren 22,1 km, 55 Min., 24,1 km/h AVS, 52,1 km/h Max.


  • mit Wasser verdünnter Kombucha ca. 50 g 

15 Min. Trampolin
12 Sonnengrüße, dehnen, Yoga Asanas 12 Min.

  • 4 Tabs Chlorella 2 g 
  • 1 Vitalstoffe Langzeitkapsel
  • Stück Gurke 16 g 
  • 1 TK-Lachsfilet 125 g 
  • TK-Spinat 196 g 
  • Butter 7 g
  • 3 Stücke LC-Schokokuchen 97 g 
  • Reisdrink 135 g mit Wasser

Sport gesamt: 2:36 Std. 

Kcal 2579
EW 139 g
KH 67 g
Fett 195 g 

Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag, weil alles einfach und recht angenehm war. Ultra low carb war ich nun zwar nicht, weil ich geschmacklich einfach nach Reisdrink zum spätabendlichen Kuchen verlangt habe - lecker. Aber den hake ich mal unter Mini-Carbbackload ab. 
Außerdem hatte ich heute mal wieder etwas Käse - aber ab und zu so ein Scheibchen geht schon mal.





Dienstag, 14. August 2012

Das war die vergangene Woche

War ja wieder mal etwas berichtfaul. Aber hier die Wochenbilanz KW 31.
Dabei habe ich es immerhin geschafft, über 7 Std. zu kommen - das ist sowas wie die magische Grenze für mich. Über 7 Std. = gut, unter 7 = das können wir besser. 

Ich bin leider kaum gelaufen (nur einmal einkaufen gerannt, immerhin Intervalle), aber viel radgefahren (122 km gesamt). Dabei habe ich sogar einen neuen Rekord aufgestellt (25,6 km/h AVS über 35,8 km). Es fühlte sich aber auch alles andere als gemütlich an. Dazu muss ich sagen, dass ich auf KH war, und das ist für mich spürbar - ich kann Leistung nur widerwillig abrufen, alles fühlt sich unangenehm und viel schneller schmerzhaft an. 

Ich habe die Woche aber immerhin auch ganz gut geworkoutet. Meinen Beinen und dem Hintern hats gut getan, viele viele Jump Lunges. Nun zähle ich die Sonnengrüße und die Handstände nicht mehr zu Yoga, wenn ich sie im Rahmen des Workouts mache. Tja, das heißt also wieder mal null Yoga... Ich hoffe, ich kann das demnächst ändern. 

Carbbackloading ist mir mit dem täglichen "Umschalten" wahrscheinlich zu kurz im Wechsel. Ich falle schnell wieder in die KH-Sucht, und nach abendlichem KH-Load fällt es mir schwer, morgens nicht gleich wieder nach Getreide zu verlangen. 

Hafer hat, ich erwähnte es bereits, kurzfristig auch solche Probleme gemacht (hallo Vollkorn) - vielleicht habe ich auch insgesamt zuviel Fruktose über Schokolade und Tomaten/-soße erwischt - dass ich ihn nicht mehr esse. 

Ich hatte einen Apfeltest gemacht und die Fruktoseintoleranz ist nun recht eindeutig. Sobald ich alles ausschließe, was diese Sache verursacht oder verschlimmert (wozu eben noch eine ganze Menge mehr zählt, nämlich Sorbit, Mannit, Hülsenfrüchte/Soja, Vollkorn, Zucker uvm.), ist verdauungstechnisch alles wie ausgewechselt. D.h., dass ich nun quasi schon natürlicherweise mehr auf LC(HF)-Lebensmittel setzen muss, wenn man jetzt weißen Reis, Süßkartoffeln und Hirse mal außen vorlässt. Denn Weizen- und Milchnahrung kommen natürlich grundsätzlich nicht dauerhaft in Frage, auch wenn sie die Fruktosefrage erstmal so nicht tangieren zu scheinen.
Bzgl. Laktose bin ich aber eh unsicher, da FI oft zusammen mit LI auftritt, letztere dabei oftmals durch erstere verursacht.

Vielleicht mache ich die anabole Diät, die im Grunde CBL sehr ähnlich ist, nur zeitlich "gestreckter". Es wird 5 Tage ultra low carb (~ 30 g KH) gegessen, gefolgt von 1 - 2 Ladetagen, die aber nicht explizit fettarm gestaltet werden. 

Lange Rede, kurzer Sinn: Ab heute erstmal wieder ultra low carb, also ketogen. Ich habe mich nochmal genauer zu Gemüse informiert und muss auch bei Tomaten, Möhren, Erbsen, Paprika und Kürbis (grmpf!) wegen der Fruktosemengen aufpassen. Natürlich auch bei grünen Bohnen. Aber wieviel Fruktose ich insgesamt vertrage, muss ich eh noch austesten. Dies ist sehr individuell. In der Karenzphase (ja, sowas fällt mir schwer), sollte man sämtliche Fruktose so gut es geht ausschließen. Nur mit Gemüse hat man ja sehr schnell Mengen von 300 - 400 g gegessen, die dann die Fruktose doch ganz schön summieren, selbst wenn nur 2 g Fruktose auf 100 g enthalten sind, siehe Tabelle

Weiteres Problem sind Gewürze. Gerade mit Ingwer und Koriander habe ich nie gespart (vor allem in Kürbissuppe), doch diese haben um die 3,6 g Fruktose auf 100 g. 
Tja, es bleiben an Gemüse also noch Avocados, Blattsalate, Sellerie (kotz!), Gurken, Zucchini, Spinat. Sämtlicher Kohl inkl. Brokkoli ist auch ziemlich tabu. 

So, wieder zur Woche: Ich hatte ein tägliches Durchschnittskaloriendefizit von 118, da ich, obwohl nicht beim Essen gespart wurde, doch viel anstrengenden Sport gemacht hatte.

Die Größe, die ich eindeutig festlegen kann zum Abnehmen, sind die Netto-Kalorien. Dr. Strunz hat es schon so oft erwähnt: Eiweißkalorien darf man genaugenommen nicht in die tägliche Kalorienbilanz mit einrechnen, weil Eiweiß keine Kalorien liefert, sondern sie sogar kostet. Eiweiß ist Baustoff, und damit kalorisch zu vernachlässigen. Selbst wenn der Körper daraus Kohlenhydrate bastelt, was duchaus vorkommt, so passiert dies unter erheblichen Energieverlusten. 

Man kann also nur mit Eiweiß noch schneller abnehmen als wenn man komplett fasten würde! Davon abgesehen verändert sich die Körperzusammensetzung bei zu wenig Eiweiß (auch oft im Gegenzug mit vielen Kohlenhydraten) negativ, also der Magermasseanteil sinkt und der Körperfettgehalt steigt, was bzgl. Gesundheit und Leistung absolut unerwünscht ist. Je mehr Eiweiß man isst (und folglich daraus besteht), quasi desto besser (bis max. 2,5 g pro kg Körpergewicht) - für Fitness, Leistung, Straffheit, Gesundheit, Regeneration, Wohlbefinden, Wachheit, Konzentration. Meine unterste Grenze liegt bei ca. 100 g. Besser gehts mir mit etwa 130 - 140 g.

Eiweiß ist also im Gegensatz zu Kohlenhydraten und Fetten Baustoff, nicht Treibstoff. Und daher habe ich das in meiner Wochenübersicht auch klar abgegrenzt, um zu sehen, wieviel Treibstoff (oder von mir getaufte "Netto-Kalorien") ich zu mir nehme. Also nur die Kalorien aus Fetten und KH. Ein guter Wert sind 2000 Netto-Kalorien (mit Sport). Damit dürfte ich gut abnehmen, auch ohne dass ich Leistungseinbrüche bekomme.

Ich habe schon lange vor, die Eiweißmenge wieder etwas anzuheben, benötige dazu aber Whey und/oder Aminosäuren (alles nur eine Geldfrage...). Beim Whey bin ich knausrig. Es muss totale Topqualität sein, also was anderes als CFM-Whey kommt mir schon mal nicht in die Tüte, und dann natürlich nur ohne Aromen und Süßstoffe. Wenn es jetzt noch aus Bio-Milch bzw. -Molke hergestellt würde... (280 g für ca. 43 Euro, noch ohne Versand, alles klar?!) - bei amerikanischen Produkten muss man auch davon ausgehen (wenn nicht speziell deklariert, z.B. Bulletproof), dass komische Wachstumshormone drin sein könnten, da die Kühe dort mit sowas behandelt werden...! Absolutes No-Go. Daher wäre ich nun z.B. auch unsicher, das entsprechende Produkt von Weider zu kaufen...

Außerdem muss ich sagen, dass ich auch kein Freund von getrunkener Nahrung bin. Ich sage immer, dass die Verdauung damit nur suboptimal arbeiten kann. Mir kann auch schnell schlecht werden als Abwehrreaktion des Körpers, wenn ich große Mengen gehaltvoller Nahrung einfach trinke. Whey wäre also eher etwas zum Unterrühren - oder für selbstgemachte (nicht gebackene) Proteinriegel, vielleicht mit Mandelmehl oder -mus. Vielleicht werde ich das mal ausprobieren.

Essenstechnisch knete ich derzeit fast täglich Paleo-Marzipan, und Eiskonfekt habe ich auch wieder gemacht. Beides zusammen sehr lecker, hmm :)
Außerdem habe ich auch wieder LC-Leinbrot gebacken, das mit dem Kokos-Kürbiskern-Aufstrich von der Ölmühle Solling echt klasse schmeckt.

Wochenbilanz KW 31 – 06.08. - 12.08.

Körperfettanteil:

Sport gesamt: 07:44
Gewicht Ø 66,5
Yoga, Turnen 00:00
Flüssigkeit in ml Ø 3427
Laufen 00:48 8,8 km
Kcal Ø 2596
Radfahren 04:13 122,1 km
Treibstoff-Kcal Ø 2158
Trampolin, Tanzen 00:47
Eiweiß in g Ø 107
Workout 00:56
KH in g Ø 212



Fett in g Ø 148



Tagesumsatz netto Ø 2114



sportl. Verbrauch Ø 600



Kalorienüberschuss Ø -118



Eiweiß in % Ø 16



KH in % Ø 33



Fett in % Ø 51



Montag, 6. August 2012

Wochenbilanz KW 30 – 30.07. - 05.08.

Körperfettanteil:

Sport gesamt: 06:13
Gewicht Ø 64,9
Yoga, Turnen 00:06
Flüssigkeit in ml Ø 3278
Laufen 02:32 19,1 km
Kcal Ø 3242
Radfahren 02:22 55,8 km
Treibstoff-Kcal Ø 2795
Trampolin, Tanzen 00:51
Eiweiß in g Ø 109
Workout 00:22
KH in g Ø 218



Fett in g Ø 214



Tagesumsatz netto Ø 2100



sportl. Verbrauch Ø 536



Kalorienüberschuss Ø 606



Eiweiß in % Ø 13



KH in % Ø 26



Fett in % Ø 61



Sonntag, 5. August 2012

REZEPT: Das perfekte Müsli

Hier ein ungewöhnlich schmeckendes Müsli, das ich soeben kreiert habe. Es ist fruktosearm, milchfrei, sojafrei, vegan, und für den Backload von CBL geeignet, da relativ hochglykämisch. 

Außerdem ist es sehr reich an Silicium, Magnesium, Eisen, Zink, Mangan, B-Vitaminen und Kupfer. 

Zutaten: 

  • ca. 40 g geschälte Hirse, vorgekocht mit Wasser (vor dem Kochen heiß spülen!)
  • ca. 15 g eingeweichte und gespülte Kürbiskerne
  • ca. 30 g Haferflocken 
  • ca. 150 ml Reisdrink 
  • ca. 30 g Hafer-Crunchy ohne Zucker, z.B. von Rosengarten 
  • ca. 7 g Traubenzucker 
  • ca. 12 g Rübensirup

Die gekochte Hirse zusammen mit den Haferflocken, dem Traubenzucker und der Reismilch auf einen tiefen Teller oder in eine Schüssel geben. Die Hirse mit einer Gabel "zerkleinern" und alles gut vermischen.

Wer die Haferflocken etwas weicher mag, kann das Müsli nun einige Zeit lang zum Einweichen stehenlassen.

Kurz vor dem Essen Kürbiskerne und Hafer-Crunchy zufügen, mit einem guten Löffel Rübensirup beträufeln. 

Guten Appetit! 


Nährwerte (gesamt): 

Kcal 629 
EW 16 g 
KH 100 g 
Fett 18 g

Freitag, 3. August 2012

Brenn voll dein Fleisch!

Äh Fett ;D

Mein Fett brennt! Die Rückseiten meiner Oberschenkel/Gesäß und Bauch sind richtig heiß.

Sicher ist den weiblichen Lesern nur zu gut das "Frostbeulensyndrom" bekannt, aber auch viele Männer wissen: Frauen haben immer kalte Hände und Füße. Ok, viele. Und oft.

Ich habe das selbst schon oft gehabt. Später wusste ich: Es wird nicht genug Fett verbrannt, daher werden die Extremitäten (als erstes) kalt. Entweder, weil man nicht genug Nahrungsfett isst und/oder nicht mehr genügend Körperfett hat, aber der Grund, der es in den meisten der Fälle ist, dass ständig Kohlenhydrate gegessen werden.

Solange Insulin im Blut kreist (um die Kohlenhydrate "abzubauen"), kann keine Fettverbrennung stattfinden. Ein häufiges Essen von Kohlenhydraten, dazu zähle ich mehrere KH-basierte Mahlzeiten im Laufe des Tages ohne mind. eine Pause von 3 - 4 Std. dazwischen, stellt also die Fettverbrennung nahezu vollständig ein. Mit Sport kann man dem natürlich halbwegs entgegenwirken, aber eine optimale Körperzusammensetzung (wenig Körperfett, viel Magermasse) wird man selbst bei Topleistungen auf diese Weise eher nicht bekommen.

Hier setzt ja das Carbbackloading an. Kohlenhydrate in nennenswerten Mengen werden erst nach dem Sport gegessen - der Körper zieht diese gewissermaßen richtig in die Muskeln hinein. Aufgrund des Nachbrenneffektes sowie der Einstellung des Körper durch die LC-Phasen auf Fettverbrennung wird danach, wenn der Blutzucker wieder normal ist, rasch wieder Fett als Primärenergiequelle (vor allem in der Nacht) verbrannt.

CBL verbindet also die Vorteile einer low-carb-Ernährung (Fettverbrennung, Schonung von Kohlenhydratressourcen im Körper) mit den Vorteilen der Kohlenhydrate (mehr Kraft, anabole Stoffwechselreaktionen) - allein durch sinnvolles Timing und Verteilung der Makronährstoffe.

Ich muss sagen, dass es mir richtig Spaß macht. Denn leider bedeutet low carb oder jede andere spezifische Ernährungweise immer Verzicht. Da ich mehr ein Intermediärtyp bin, also von Natur aus recht schlank mit viel Muskelmasse, mittlere Größe und vom Muskeltyp ein Allrounder, konnte ich mich nie so 100 % dauerhaft für low carb oder sogar ketogen entscheiden.

Allerdings merke ich mit zunehmendem Alter deutlich, wie Kohlenhydrate den Stoffwechsel aus der Bahn werfen können, wenn man sie isst, ohne Sport zu machen.

So muss ich nur zeitlich auf KH verzichten, und das auch nur einen halben Tag. Ich kann mich morgens schon auf das Essen abends freuen. Und es wird vielleicht einigen aufgegangen sein, dass ich sehr gerne esse und ganz sicher keine Hassbeziehung zum Essen habe oder generelle Ängste vor und mit Essen. Ich schätze Nahrung sehr und ich werfe auch nie etwas weg (wenn etwas verdorben ist, ist klar, dass dies nicht in dieses "nie" fällt).

Da ich auch weiß, wie wichtig es ist, vor allem mit allen Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente) gut versorgt zu sein, und ich es außerdem hasse zu hungern (und mein Körpergefühl einfach nicht lange so ignorieren kann), esse ich lieber mehr als zu wenig. Seit ich den Cronometer benutze, sehe ich sofort auch, wo welche Stoffe fehlen. Und glaubt mir, bei einer Standardkost sind da selbst mit ein paar Kalorien zuviel erhebliche Mängel bei vielen Stoffen. Man schafft es nie, den Bedarf mit Brötchen, Wurst, Milchprodukten und Kartoffeln oder vielleicht noch Fertignahrung zu decken.

Entweder man nimmt gute Vitamine zusätzlich, oder man wählt bessere, an Mikronährstoffen gehaltvollere Nahrungsmittel für sich aus. Oder man tut beides - das mache ich. Es heißt schließlich Nahrungsergänzungen; eine gute Ernährung kann niemals durch künstliche Vitamine erreicht werden. Ergänzungen können eine schlechte Nahrung nicht zur guten wandeln. Man muss sich gut ernähren und das NEM nehmen.

Ein paar Tips, schlechte Nahrung (= arm an Mikronährstoffen) durch gute Nahrung zu ersetzen:

  • Hirse, (Süß-)Kartoffeln, Quinoa, Amaranth, Buchweizen statt Nudeln und (zu viel) weißem Reis
  • Hirsebrei oder Haferflocken statt Industrie-Cerealie, Brot und Brötchen 
  • Eier zum Frühstück statt Marmeladenbrötchen 
  • Nüsse/Mandeln statt Chips und industriellem Knabberkram sowie Gebäck
  • Obst oder Nüsse statt Süßigkeiten 
  • eiweißreicher low-carb-Kuchen aus Mandelmehl statt der gängigen Weißmehl-Zucker-Bombe 
  • reichlich Salat und/oder Gemüse zum Eiweiß - statt der KH-Beilage 
  • selbstgemachter Proteinriegel oder Nüsse statt industrieller Müsliriegel oder Teilchen/Brötchen vom Bäcker

Wer das überwiegend einhält, kann sich dann auch ruhigen Gewissens ab und zu die "alten Sachen" gönnen - und wird feststellen: Hey, das schmeckt ja gar nicht mehr so wirklich...

Die "gute" Nahrung hat i.d.R. auch deutlich mehr Eiweiß als schlechte. Eiweiß ist ein starker Sättigungsfaktor! Zudem kostet Eiweiß den Körper Energie, nämlich bei der Umwandlung während der Verdauung. Eiweiß ist Baustoff, Kohlenhydrate und Fette sind Treibstoff.

Ich bin total glücklich, Carbbackloading entdeckt zu haben. Dass das Fett hier tatsächlich so brennt, habe ich selbst die 3 Tage mit ketogener Kost oder in den Jahren mit überwiegender LCHF-Ernährung davor nie so merken können. Und es brennt, obwohl ich deutlich im Kalorienplus bin. Ich muss meine Mengen noch austarieren und die KH-Speicher nach der Leerung jetzt erst auf ein gewisses Maß bringen.

Zudem habe ich dann mit CBL durch die wieder gefüllten KH-Speicher mehr Power für Sport, was wiederum bedeutet, mehr leisten zu können, und damit auch wieder zu mehr Fettverbrauch, aber ebenso zu einem stärkeren Trainingseffekt, führt.

Ich werde auch sicher nicht müde, zu betonen, wie faul mich Insulin bzw. ein hoher Blutzucker macht. Ich habe diesen Satz schon früher gebracht:

Wer (überwiegend) Kohlenhydrate isst, kann Sport machen; wer (überwiegend) Fett isst, will Sport machen! 

Ist mein Blutzucker noch oben (= mit der Verarbeitung der Kohlenhydrate nach der KH-Mahlzeit beschäftigt), habe ich meist weder große Lust auf Sport, noch kann ich dann gute Leistung bringen. Dies hat sich immer wieder gezeigt, und selbst mein Lauffreund Basti, der kohlenhydratbasiert isst, frühstückt vor Wettkämpfen (die am Morgen stattfinden) nie. Kohlenhydrate fördern die Faulheit, und am Morgen genossen (zu dieser Tageszeit ist man am empfindlichsten für Insulin!) sorgen sie zwar für eine gute Speicherung, allerdings auch eine gute Fettspeicherung. Insulin bedeutet Speicherung, und der Speicherzustand ist eben der gegenteilige vom Leistungs-/Arbeitszustand. Speichern bedeutet Ruhe. Daher ist dieser Modus erst nach der sportlichen Anstrengung gewünscht, wenn diese Speicherung einhergeht mit Superkompensation.

CBL ist sicher kein Freibrief für Fressgelage. Und: Ohne Sport geht es auch nicht. Aber das war uns ja wohl schon immer klar.

Reines, dauerhaftes low carb ist m.M. nach nur etwas für (überwiegende) Nicht-Sportler.

Übrigens: Der Titel ist von Coldmirror geklaut ;)

REZEPT: Hirsebrei

Hier nun also das "Rezept" für den Hirsebrei - es ist ganz einfach und daher fast kein Rezept. Wichtig ist, dass ihr geschälte Hirse nehmt, diese braucht nur etwa 8 Minuten kochen.

Ich weiche sie meist ein paar Stunden vorher ein (ca. 70 g). Danach gut mit heißem Wasser abspülen.
Kürbiskerne weiche ich ebenfalls ein (ca. 20 g), einen Tag vorher. Kerne sind dann besser verträglich, da sich Fraßhemmstoffe abbauen. Mit kaltem Wasser abspülen.

Die Hirse mit Wasser oder Pflanzen"milch" (z.B. Reisdrink natur) zum Kochen bringen und auf kleiner Stufe für ca. 8 - 10 Min. köcheln lassen, ggf. noch eine Weile danach ausquellen lassen.

Nun könnt ihr nach Geschmack noch alles mögliche zugeben was euch so einfällt: Obst (dies würde ich immer einige Minuten mitkochen, da sich rohes Obst schlecht mit anderer Nahrung verträgt), Sahne, Rosinen oder anderes Trockenobst, die Kürbiskerne natürlich oder andere Nüsse/Saaten, Gewürze (Zimt ist klassisch, er hilft  sehr gut den Blutzucker zu senken und soll daher auch diabetesvorbeugend sein) und ggf. ein Süßungsmittel.

Ich habe so eine Gewürzmischung, die ich in heiße (Eier-)Milch oder auch den Hirsebrei gebe.
Dafür fülle ich mir in ein kleines Glas Zimt, Kardamom, Kurkuma, Nelken, Koriander, schwarzen Pfeffer, Vanille (alles gemahlen) in etwa dieser Reihenfolge in der Menge (viel Zimt, wenig Vanille).

Kürbiskerne haben viel Zink und Magnesium, die Hirse ist extrem reich an Silicium! Also ein richtiges Beauty-Essen, besonders für eure Haut :) 

Für den Backload vom Carbbackloading ist Hirse ebenfalls super geeignet, da sie eher hochglykämisch ist. Gekochte Hirse passt auch wunderbar zu allen möglichen Gemüsegerichten und in Eintöpfe


Donnerstag, 2. August 2012

3 Tage ketogen und nun CBL

Ich habe mich 3 Tage ketogen ernährt. Was daran erwähnenswert ist, dass ich in diesen 3 Tagen einen Kcal-Überschuss von sage und schreibe 1483 hatte und kein Gramm zugenommen habe. Natürlich haben sich durch die 3 Tage die Glykogenspeicher in den Muskeln geleert; 1 g Zucker bindet 3 Gramm Wasser. 

Da ich mich während der Zeit ein wenig in das Thema Carbbackloading eingelesen habe, habe ich entschieden, dies auszuprobieren - und nicht länger ketogen zu leben. 

Wie man sieht, hab ich meine bisherigen Pläne mal wieder umgeschmissen. Dass ich erst jetzt auf CBL komme, wundert mich sowieso. Schließlich war ich immer diejenige (und einzige), die gesagt hat, dass es völliger Unsinn ist, morgens Kohlenhydrate und abends lc zu essen und dass es andersrum viel mehr Sinn macht. Nun, ich brauchte wohl ein klares ausgearbeitetes Konzept um dieses Wissen selbst überhaupt umsetzen zu können, und das hab ich ja jetzt gefunden. 

Gestern habe ich noch ketogen gegessen, hatte aber schon beim Aufwachen das Gefühl, total am Verhungern zu sein. Da halfen auch die hohe Fett- und Eiweißmengen nicht viel...
So entschloss ich mich spontan abends zu einem kleinen Load mit u.a. ein paar noch vorhandenen Reiswaffeln, etwas Grapefruitsaft und Kombucha. 

Danach (eigentlich macht man es umgekehrt, doch das war mir gestern nicht möglich) war ich dann noch radfahren (22,1 km). Ich war etwas schwächlich, aber auf der Rücktour ging es schon wieder in gewohntem Tempo um die 30 km/h voran und Spitzengeschwindigkeit lag wie fast immer wieder über 50.

Am gestrigen Tage habe ich es auf unglaubliche ~ 3600 Kcal geschafft. Was ich gemerkt hatte, dass nach dem Kombucha auch schon gut die Fettverbrennung angeheizt wurde. Mir wird dann um die Taille immer recht warm. Aber auch am Abend - trotz des CBL - brannte das Fett ordentlich und heute morgen sah ich gleich etwas definierter aus, Gewicht wie gestern, mit anderen Worten, weniger, da ja die Carbs etwas Wasser gezogen haben müssen.

vorgestern

Für den Backload sollte man hochglykämische KH verwenden, damit das Insulin nicht zu lange im Blutkreislauf verbleibt und man in der Nacht in den Vorteil der erhöhten Fettverbrennung kommt. Geschälte Hirse ist, ich habe gerade nachgesehen, sogar recht hochglykämisch, also super geeignet.

süßer Hirsebrei mit Kürbiskernen, Zimt und Banane

Vollkorn soll generell eher ungeeignet sein, aber ich habe mir nun mal in den Kopf gesetzt, es nochmal mit meinem geliebten Hafer (+ Hafer-Crunchy) zu probieren. Natürlich auch mit weißem Reis (+ Rührei), Milchreis (aus Reismilch), Sushi und gebackenen Sachen aus Reismehl. Dazu dann gerne auch jede Menge Gemüse und natürlich noch Eiweiß. Der Backload ist, bezogen auf KH, nicht "sauber", sondern es wird alles gegessen.

Für die Sache mit dem Reismehl habe ich mir schon ein paar Rezepte überlegt, z.B. auch Brot, auch gerne mit Kürbis (habe gestern einen kleinen gekauft). Ich habe früher gerne weiche/süße Brote mit dick Butter bestrichen gegessen. Rosinen kommen zwar nicht in Frage, aber etwas Rübensirup kann ich ruhig essen. Fett + KH ftw! :D 
Mit CBL sind solche "bösen Kombis" auch kein Problem mehr, yeah! Essen was man will und dabei noch ripped werden, geht es geiler?? Man muss halt nur schön low carb bleiben und nach dem Training heißt es reinhauen.

Zur FI: 
Rübensirup hat zwar auch Fruktose, aber bei mir kommt es auf die absolute Menge Fruktose an, deren Grenzwert ich noch herausfinden muss. Ansonsten achte ich auf ein traubenzuckerüberschüssiges Verhältnis bei Disacchariden wie Rübensirup, Honig sowie Früchten (die Glukose und Fruktose enthalten); außerdem habe ich Bio-Dextrose hier um das Verhältnis günstig zu verschieben. Man kann sich also z.B. einfach etwas Traubenzucker auf eine Orange streuen.

Ansonsten ist auch das Rebaudiosid A von medherbs.de eingetroffen, ein kleines Döschen zu einem stolzen Preis mit extrem hoher Süßkraft. Fürs Backen habe ich mir aber just wieder zusätzlich Sukrin bestellt. Ich werde also die Süßstoffe kombinieren. Rebaudiosid A ist mir allein nur zu teuer...
Sukrin ist, was ich gar nicht erwartet hätte, bei FI verträglich (im Gegensatz zu Xylit). Sukrin gibt es mittlerweile übrigens auch als "Sukrin plus", das ist Sukrin mit einem Steviolglykosid vermischt (nehme mal an, Steviosid). 

Dass immer nur von "Stevia" gesprochen wird, nervt mich. Ich sage ja zu Zucker auch nicht "Zuckerrübe", idiotisch! Stevia ist die botanische Bezeichnung der Pflanze (und zwar auch nur der Gattungsname), genaugenommen könnte man also gerade noch Stevia zu den getrockneten Blättern sagen, die ich als Süßstoff für Kräutertees verwende. 
Die einzelnen Steviasüßstoffe unterscheiden sich aber z.T. extrem, da ist es einfach nur belämmert, alle "Stevia" zu nennen. Auch für verschiedene Zucker gibt es unterschiedliche Namen.

Zurück zum Carbbackloading: Tagsüber, also vor dem Load, werden etwa 30 g KH (gut verteilt) gegessen. Das hieße für mich, dass die 10 g Marmelade pro Pfannkuchen (mehr brauche ich nicht), ein bisschen Grapefuitsaft und sogar eine Rippe Schokolade (hat nur 5,3 g KH!) und etwas Kombucha super reinpassen. Wobei ich sicher auch ein Typ bin, der hier auf 50 g erhöhen könnte. Ich werde mich rantasten. Obwohl ich noch nicht mal richtig angefangen habe, funktioniert es jetzt schon. Ich bin begeistert. 

Aesirsports.de lohnt sich übrigens sehr, schaut doch mal vorbei. Aktuell ein sehr interessanter Artikel über Soja, das ich ja selbst schon länger meide wie der Teufel das Weihwasser - offenbar aus gutem Grund, wie auch der Betreiber von AS, Furor Germanicus, darlegt. Er hat richtig Ahnung von der Materie (besonders eben Kraftsport und zyklische Ernährung) und recherchiert sehr fleißig, ohne sich auf die eventuell falschen Schlussfolgerungen anderer zu verlassen.