Ich bin auf den Mais gekommen. Schmeckt mir, bin seit Kindheit (Cornflakes) drauf "geeicht". Cornflakes, Gemüsemais aus dem Glas, Maiswaffeln.
Laut Blutgruppendiät kann er einige Typen fett machen (auch die 0; ist bei mir allerdings nie passiert). Laut Ayurveda fördern Mais und Hirse gerade das Vata-Dosha, also die Leichtigkeit.
Und bzgl. Butter gibt es auch so gegenteilige Thesen: Einerseits fördert Butter durch CLA die Fettverbrennung (was natürlich nicht zwangsläufig mit Fettabbau gleichzusetzen ist!), andererseits bildet Butter laut Ayurveda direkt Fettgewebe und fördert damit das Kapha-Dosha. Und laut verschiedenen low-carb-Diäten nimmt man mit viel Fett eh viel besser ab...
Ich merke wieder mal: Gottgemachte Gesetze (und der Ayurveda kommt genaugenommen von Gott) sind letztlich das, was offenbar stimmt - und menschengemachte Theorien stimmen nur unter bestimmten Bedingungen wie z.B. Vorschädigungen wie z.B. Prädiabetes, d.h. jeder Insulinstoß + KH macht den Patienten übermäßig fett, allein nur durch die Hormonlage.
Allerdings muss ich zugeben, dass es doch einige Verdauungsstörungen gab. Womit die genau zusammenhängen, weiß ich noch nicht. Nun sind Cornflakes mit (Reis-)Milch ja nicht gerade ayurvedisch, sprich, nicht gewürzt und im Grunde auch zu kalt, erst recht für ein schwaches Agni. Andererseits könnte es sein, dass ich zu wenig Salz (eine gute Verdauungskraft hängt u.a. sehr mit der Salzaufnahme zusammen!) aufgenommen habe. Oder ich kann die Stärke in dieser Menge noch nicht verdauen. Oder, oder, oder.
Bzgl. der Fruktosemenge merke ich, dass ich mich doch erheblich einschränken muss, zumindest am Anfang, wenn ich will, dass die Verdauung richtig gut ist. Da sind schon 10 g Gummibärchen und etwas Honig zu viel, hmpf.
Ansonsten merke ich, dass eine "Alleskost", wie ich schon lange immer selbst gesagt habe, schwierig bis gar nicht wirklich verträglich ist, was insbesondere Fleisch und Getreide bzw. Stärke betrifft. Um diese Sachen, selbst wenn trennkostmäßig gegessen, gut und "rückstandslos" zu verdauen, braucht es ein starkes Agni.
Sobald ich also wieder gewechselt habe zu Stärkekost, bin ich fast schon automatisch vegetarisch und habe nicht mal mehr richtigen Appetit auf Eier. Es ist vom Gefühl einfach so "...hmm, lieber nicht, nicht jetzt.".
Noch etwas habe ich gemerkt: Weizen macht müde. Bleiern müde. Entweder ist es der Weizen selbst, oder die Kombi mit Käse, oder dass es beides zusammen schwerstverdaulich ist. Vielleicht war es auch die Menge. Esse ich Hirse oder Cornflakes, habe ich diesen Effekt absolut gar nicht. Nun, ich musste es jedenfalls ausprobieren, und über 4,5 Jahre komplett pizzafrei sind für einen absoluten Pizzafan irgendwann einfach genug! Aber ich kann auch weiterhin ohne leben, oder vielleicht mit einer oder zwei Pizzen im Monat.
Ich hatte es im Post "Satt" ja bereits geschrieben; ich bin jetzt auch viel weniger hungrig, benötige weniger Kalorien und die Sättigung hält auch länger als mit LCHF. Kein Dogma ohne Ausnahme! Ich bin der lebende Beweise, dass jeder theoretische Kram, den ich auch oft nur zu gerne glaube, genau bei mir nicht hinhaut. Mit lc oder auch LCHF habe ich eher zugenommen.
Aber davon abgesehen ist es auch so, dass sehr übergewichtige Menschen ganz oft ein Insulinproblem haben, d.h. Kohlenhydrate machen hier schon per se dick. UND, ganz wichtig, soweit ich weiß, nehmen sehr Übergewichtige auch nicht auf ein Maß ab, das mir vorschwebt. Ich würde mich nie mit 70 kg oder einer Restschwarte wohlfühlen können...! Das sind einfach andere Relationen.
Für meinen Geschmack muss man zumindest Muskelansätze sehen können. Und ja, die sollten bitte deutlich vorhanden sein. Nur dünn ist unproportional und sieht bescheuert aus, finde ich.
In jedem Falle sind auch meine Beine glatter geworden. Cellulite hat natürlich nicht allein was mit Bindegewebeschwäche zu tun - die kann ich weniger haben, da ich auch gerade die fürs Bindegewebe "zuständigen" Aminosäuren noch extra zu mir nehme (Glycin und Prolin) und auch - nun mit Hirse, vorher mit Silicea-Gel - auf die Silicium-Zufuhr achte, sowie Vitamin C nehme.
Nein, es wird schon etwas dran sein, dass die Fettzellen durch das Bindegewebe drücken. Und: Das Fett, das man isst, ist das Fett, das man am Körper trägs! Gewissermaßen. Keinesfalls absolut.
Ich jage weiter dem idealen Makronährstoffverhältnis aus den besten Nährstoffquellen hinterher und ich bin ganz sicher nah dran ;)
Ich merke, dass unter 100 g Fett doch zu wenig für mich sind - ich bin dann nicht zufrieden und mehr KH können mir diese Zufriedenheit nicht geben. Ich mache das ideale Makronährstoffverhältnis in erster Linie an einer Essensmenge fest, die für mein Empfinden gering ist, und mich zugleich satt und so zufrieden macht, dass ich weder vom Bauch, noch vom Kopf Appetit auf weiteres Essen habe, auch Süßigkeiten.
Gerade durch die von den Grundtendenzen süßen Nahrungsmittel wie Hirse, Reis(-drink), Mais, habe ich ein viel geringeres Bedürfnis nach Schokolade oder anderem Süßen. Das zeigt mir, dass diese Dinge also gut geeignet für mich zu sein scheinen. Was bringt mir eine Fett-Eiweiß-Kost, bei der ich letztlich nur modifizierte, mit Süßstoff aufgepeppte Leckereien essen kann und so das Körpergefühl verschaukel...?! Und dadurch dann Appetit ohne Ende schiebe... nein, das kann nicht richtig sein!
Mit der Nahrungsmittelauswahl bin ich soweit also sehr zufrieden, vor allem mit dem Hirsebrei. Dass ich weiterhin Cornflakes und Maiswaffeln in einem hohen Maß essen werde, glaube ich nicht. Denn:
1. Je höher ein Kohlenhydrat erhitzt wird, desto mehr dextriert es und lockt Insulin.
2. Acrylamid-Alarm.
Ich werde mit dem Hirsebrei sehr zufrieden und brauche nichts mehr. Nach Cornflakes bleibt ein Gefühl von "was jetzt noch essen".
Und ich muss noch den Bogen zu genug Eiweiß schlagen. Also etwas öfter Rührei, Omeletts.
Mungbohnen habe ich letztens ausprobiert, aber glaube nicht so gut vertragen. Vielleicht reicht das Agni dafür einfach noch nicht. Witzig ist, dass ich mit den schweren Dingen (Fett, Eiweiß) null Probleme habe, sie zu verdauen, und mit KH schon.


